Falsche Spiritualität vs. Echte Spiritualität! – Eine Frage des „Glaubens“ oder des „Gefühls“?

Liebe Spirituelle, liebe Atheisten,

ich beginne meinen Text mit einem Paradoxon:

Es gibt im Grunde keine „unspirituellen“ Menschen… und dennoch gibt es sie!

Zuerst einmal ist jede Form von Leben spirituell! Ganz einfach weil sich alles und zwar absolut alles auf einer spirituellen Ebene gründet! Ohne Geist kann es keine Materie geben und ebenso kein Universum, denn der Geist ist im sprichwörtlichen, wie im sinngemäßen derjenige, der jegliche Universen überhaupt erst erschafft! Oder um es etwas unkomplizierter mit den Worten eines weisen Mannes auszudrücken:

„Wir sind keine menschlichen Wesen, die spirituelle Erfahrungen machen. Wir sind spirituelle Wesen, die menschliche Erfahrungen machen!“

Ich glaube, die meisten von Ihnen werden verstehen, dass erst „so rum“ ein Schuh daraus wird! Im Grunde genommen können wir uns die Diskussion darüber, wer jetzt wirklich und wie sehr spirituell ist oder nicht von vorneherein sparen. Viel mehr geht es darum zu verstehen, was Spiritualität eigentlich ist und um die „Nähe“ oder aber auch die „Entfernung“ zu dieser, die man als Mensch eben hat oder nicht! Spiritualität ist also in Wahrheit „die Nähe“ zu sich selbst und zur Welt des Geistes und der Seele! Im Idealfall natürlich erst einmal zur eigenen Seele und zum eigenen Geist! Deshalb hat wahre Spiritualität oder viel mehr ein „wahrhaftig spirituelles Leben“ auch sehr viel mit Selbsterkenntnis zu tun!

Der Unterschied, den wir auf dieser Welt zwischen „den Spirituellen“ und den „nicht Spirituellen“ machen ist also im eigentlichen eine Frage der Selbsterkennung!

Sie werden sich sicher fragen, warum ich diesen Text schreibe und ich möchte Ihnen meine Motivation selbstverständlich nicht vorenthalten: Ich war von Kindheit an eigentlich an so ziemlich allem interessiert, was irgendwie „ungewöhnlich“ war. Von daher lag es nahe, dass ich mich auch eines Tages (und dies sogar in sehr frühen Jahren) mit der Spiritualität oder auch dem Okkulten beschäftigt habe. Alles, was nicht erklärbar war, was irgendwie wundersam oder zauberhaft war, war für mich hoch interessant! Ich habe von daher viele Bücher gelesen und manchmal Wochen oder sogar Monate damit verbracht einem bestimmten Thema auf den Grund zu gehen! Das Resultat meiner (inzwischen jahrelangen) Recherchen ist heute:

Ich habe mir eine Menge theoretisches Wissen aneignen können. Aber keinen Funken „mehr“ Spiritualität als ich sie schon vorher besessen habe!

Es war auch nie meine Art gewesen mit meinem „angelernten Wissen“ hausieren zu gehen, geschweige denn es irgendjemandem zu erzählen. Ebenso wenig habe ich jemals das Bedürfnis verspürt andere Menschen zu „bekehren“ oder wie man so schön sagt, zu „missionieren“! Von daher konnte ich immer ganz entspannt und unbemerkt die Rolle des stillen Beobachters einnehmen und was man da so zu sehen kriegt ist schon hoch interessant! Was mir vor allem aufgefallen ist, auch wenn es mir leid tut Ihnen das sagen zu müssen, ist, dass gerade diejenigen, die sich für besonders spirituell halten, meiner Meinung nach am wenigsten spirituell waren oder sind! Zumindest nicht wenn man Spiritualität als das versteht, was sie „tatsächlich“ ist!

Diese Menschen hatten oftmals keinen „heiligen“ Schein, sondern sie hatten eher einen heiligen „Schein“!

Dass aus der Spiritualität, wie aus allem, heutzutage ein „Business“ gemacht wird, mit dem sich auch nicht schlecht Geld in die eigenen Taschen scheffeln lässt, dürfte ein allgemein bekanntes Geheimnis sein! Aber selbst Menschen, denen es nicht um Geld geht erliegen oftmals dem „Trugschluss“ sie wären besonders spirituell! Ich meine, wenn ich jemandem die Hand gebe und ihn anlächle und er schafft es noch nicht einmal zurück zu lächeln… welch große spirituelle Fähigkeiten und Erkenntnisse kann ich von diesem Menschen schon erwarten? Entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise, aber oftmals sind die „spirituellen, veganen und toleranten, selbst ernannten Tier- und Menschenliebhaber die reinsten Sozialkrüppel!“ Sie können nicht lächeln, sie können nicht lachen und viele wirken als hätten sie in ihrem Leben noch niemals einen Witz gehört, geschweige denn könnten sie einen erzählen!

Oft sind sie tatsächlich irgendwie „steif“ und auch auf eine gewisse Art „leer“. Sie haben nicht die Ausstrahlung, oder wie man im esoterischen Rahmen sagt „Aura“ einer Mutter Teresa oder eines herzensguten Menschen. Eher erinnern sie an leblose, kalte Fische, die Opfer ihrer eigenen Maßregelungen und Doktrinen geworden sind und nun nicht mehr wissen, wie man eigentlich „lebt“! Aber genau darum geht es doch – um das LEBEN!

Denn Leben IST spirituell, aber nicht nur das, sondern es ist auch voller Erfahrungen, Gefühle, Gedanken und ein einziges Meer aus purer Individualität!

Bitte verstehen Sie das Wort „Individualität“ jetzt nicht so wie es die Medien verwenden, sondern so wie es tatsächlich gemeint ist! Was ich damit sagen will ist: Diese Menschen mögen sich an sämtliche Regeln halten, viel Wissen besitzen und oberflächlich betrachtet alles richtig machen, aber sie haben einfach keine „wahrhaftige Kraft“! Und wahrhaftige Kraft bedeutet eben auch seinen eigenen Weg zu gehen, die Wahrheit in sich selbst zu finden und sich selbst zum Gott in der eigenen Welt zu machen. Und wenn ich von Gott spreche, dann meine ich „den Schöpfer“! Wer ist denn der Schöpfer Ihrer Welt? Jahwe? Allah? Buddah? Oder nicht viel mehr SIE SELBST?! Ich bin im Laufe meines inzwischen doch recht langen Studiums zu folgender Erkenntnis gekommen:

Je näher ein Mensch seiner eigenen Spiritualität ist, desto mehr „strahlt“ er auch!

Und mit Strahlen meine ich „die Aura“, aber auch das Lachen, die Herzlichkeit, die Freude und den Mut, Dinge zu tun, die in keinem vorgefertigten Buch stehen! Ich meine das völlige Ausleben seiner selbst ohne Rücksicht oder Beachtung irgendwelcher Gebote oder Doktrinen! Ich meine die Freude am reinen Sein und vor allem am reinen „man selbst sein“, ohne in irgendwelche Raster zu passen oder irgendjemandem gefallen zu müssen! Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wahrhaftige geistige (oder spirituelle) Kraft sich immer einen sichtbaren Ausdruck verschafft und auch verschaffen MUSS! Ob es nun ein herzliches Lachen, ein mitreißender Humor, eine glühende Leidenschaft oder eine herzerwärmende Offenheit ist! Spiritualität hat auch immer etwas mit Lebendigkeit zu tun!

Denn Spiritualität IST das „reine“ Leben! Und zwar das aufrichtige und ehrliche Leben seiner selbst!

Spirituell sein hat also auch immer etwas mit Kraft zu tun, so wie wahre Kraft auch immer etwas Spirituelles ist! Das eine geht nicht ohne das andere und insofern ist sie auch immer etwas wahrhaft „Mitreißendes“! Es sind Menschen, die begeistern können, die motivieren können, die authentisch sind und keine Schönredner, Regelbefolger und Moralapostel, die die Ausstrahlung von toten Hammeln haben! Ein wahrlich spiritueller Mensch mag seine „Regeln“ haben, aber er befolgt sie freiwillig, gerne, ohne Zwang, still für sich selbst und vor allem ohne sie „anderen“ aufdrücken zu wollen. Er erfüllt den Raum um sich herum mit Wärme und Liebe und lässt Menschen nicht mit einem komischen Gefühl der Distanziertheit oder Abneigung zurück!

Und das wichtigste ist: Die wirklich Spirituellen strotzen vor Lebenskraft!

Diese kann sich leise oder laut äußern, aber immer wenn wir mit ihnen zu tun haben, nehmen wir uns etwas mit und zwar etwas, das sich „angenehm“ für uns anfühlt! Ich möchte Ihnen also nur den Rat geben, bevor Sie mit jemandem über Spiritualität diskutieren, fragen Sie sich erst einmal ob er Sie zum lachen bringt, ob er Ihnen warmherzig begegnet und vor allem, ob er Sie überhaupt wahrnimmt! Wenn Sie eine reine Show sehen wollen, dann können Sie auch ins Kino gehen! Es wäre genauso wenig das „wahre Leben“ wie es die „wahre Spiritualität“ ist, wenn Ihnen jemand permanent ein schlechtes Gefühl vermittelt, Sie maßregelt oder Ihnen im schlimmsten Fall GAR NICHTS gibt! Mein Fazit also lautet:

Je mehr ein Mensch im Leben steht, je mehr Herzblut, Freude und vielleicht sogar Leid er in dieses Leben einfließen lässt, also zu gut Deutsch: Je mehr er sich diesem Leben öffnet… desto spiritueller und damit gottesnäher ist er!

Dass wir es permanent gewohnt sind irgendwelchen Regeln zu folgen, irgendwelchen Götzen zu dienen und uns irgendwelchen Doktrinen unterzuordnen ist das EINZIGE was uns von unserer EIGENTLICHEN Spiritualität und damit Lebensfreude, Gottesnähe und Lebendigkeit abschneidet! Wenn wir lernen diese Mäntel abzulegen und wieder unsere eigenen Wahrheiten zu finden, dann haben wir jenes Ziel erreicht, welches wir doch so unbedingt erreichen wollen – Nämlich die absolute Freiheit! Denn ein wahrhaft freier Mensch ist glücklich und ein wahrhaft glücklicher Mensch fügt anderen Menschen keinen Schaden zu! Was also wollen wir mehr?

Mich persönlich faszinieren keine Heiligen, sondern Menschen, die das Leben heilig genug wissen um in seinem Strom zu schwimmen, ganz egal wie hoch die Wogen in der stürmischen See auch immer schlagen mögen!

Mich interessieren Menschen, die LEBEN! 

Und das Leben ist nun einmal ein ewiger Strom aus Leid und Freude, aus Ebbe und Flut und aus Glück und Kummer! Mich interessieren DIE ECHTEN, denn die ECHTEN sind die wahrhaft Spirituellen! Die, die ihrem eigenen Herzen und Geist wirklich „nah“ sind und diesen Gefühlen auch Leben verleihen! Das sind die „wahrhaft“ Echten, von denen wir eine ganze Menge über das Leben und das, was dahinter ist, lernen können!

Ein Deutsches Mädchen

2 Kommentare zu „Falsche Spiritualität vs. Echte Spiritualität! – Eine Frage des „Glaubens“ oder des „Gefühls“?“

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